Landschaftsparks der Region Stuttgart

Strukturen

Das Landschaftsbild in diesem Bereich des Neckartals wird im wesentlichen geprägt durch Wohn- und Gewerbegebiete, dazwischen Weinberge, Streuobstwiesen und Gärten. Im Verlauf der rund 90 Kilometer, auf denen der Neckar durch die Region fließt, verändert sich die Landschaft entsprechend den geologischen Gegebenheiten. Man kann von drei Abschnitten sprechen:

Stadt- und Industrielandschaft
Zwischen Plochingen und Stuttgart erstreckt sich eine Stadtlandschaft als nahtloses Band aus Industrie-, Gewerbe- und Wohngebieten und verdrängt den Neckar in ein künstliches Kanalbett. Der Fluss selbst ist als Landschaftselement kaum noch erlebbar. Nur in den Hanglagen finden sich noch landschaftlich intakte Strukturen.

Breite Schienen- und Straßentrassen verlaufen unmittelbar im Tal und riegeln den Fluss ab. Die B10 bildet den wichtigsten Störfaktor als Quelle von Lärm und Luftschadstoffen.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen, wie das Daimlermuseum oder eine Reihe von Mineralbädern, liegen isoliert in wenig reizvoller Umgebung.

Hier bedarf es struktureller Verbesserungen, um das Neckarufer als Erlebniszone wiederzugewinnen und Quartiere für Wohnen und Arbeiten am Fluss vielfältiger zu gestalten.

Weinberge und Flussschleifen
Die Weinberglandschaft lässt sich besonders zwischen Stuttgart und Kirchheim erleben. Hier zieht der Neckar tief eingeschnitten in das Muschelkalkgestein in engen Flussschlingen seine Bahn. Steile Weinberghänge und markante Felsbildungen charakterisieren das Erscheinungsbild. In diesen Steillagen hat der traditionelle Terrassen-Weinbau mit ökologisch wertvollen Trockenmauern noch Bestand.

Die wenigen größeren Flächen im Tal werden meist landwirtschaftlich genutzt, aber auch für Industrie- und Siedlungszwecke.

Aufgrund der Enge verlaufen die großen Verkehrsbänder überwiegend außerhalb des Talraums. Historische Stadtanlagen bereichern das Landschaftsbild.

Hier finden sich gute Voraussetzungen für die Förderung von Biotopen, erlebnisreiche Erholung und attraktives Wohnen.

Streuobstwiesen und Wälder
Zwischen Neckartenzlingen und Plochingen zieht sich eine Streuobstlandschaft entlang der Talhänge hin, unterbrochen von Waldflächen und Siedlungsgebieten. In diesem nicht schiffbaren Teil des Neckars weist die Flusslandschaft noch einige wenige annähernd naturnahe Uferabschnitte und auwaldähnliche Bestände auf. Charakteristisch für den Flusslauf sind hier die noch vorhandenen alten Stauanlagen und Brücken.

Besondere Bedeutung hat in diesem Bereich die Pflege der vorhandenen wertvollen Ortsbilder und die Entwicklung der Streuobstbestände. Der Ausgleich von Erholungs- und Naturschutzbelangen ist zu berücksichtigen, sei es bei den Wernauer Baggerseen oder im Nürtinger Bereich.

Übersicht

Das Leitbild (PDF)

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